Monatsinspiration Oktober - Weite atmen, Leichtigkeit spüren, Seitbeugen im Yoga

Der Oktober bringt eine besondere Stimmung: Die Natur wird stiller, die Luft klarer, das Licht weicher. Gerade jetzt tut es gut, unserem Körper mehr Raum zu schenken – für Atem, Bewegung und Energie.

Seitbeugen sind dafür ein wunderbares Werkzeug: Sie öffnen die Flanken, schaffen Platz für den Atem und lassen uns Leichtigkeit spüren – genau das, was wir in dieser Jahreszeit gebrauchen können.

Was viele von uns spüren

Nach langen Stunden am Schreibtisch, Autofahrten oder auch durch die kühleren Tage zieht sich der Körper oft zusammen. Der Rücken fühlt sich schwer an, der Brustkorb eng, die Atmung flach. Und manchmal zeigt sich diese Enge nicht nur körperlich, sondern auch innerlich: wenn Gedanken stocken oder wir uns wie eingefroren fühlen.

Was Seitbeugen verändern können

Wenn wir uns seitlich öffnen, entsteht Weite – spürbar sofort im Körper, im Atem und oft auch im Kopf.

5 Vorteile von Seitbeugen:

1. Freier atmen – die Rippen weiten sich, der Brustkorb bekommt mehr Raum.

2. Rücken entlasten – die seitliche Rückenmuskulatur (u. a. der Quadratus lumborum) darf loslassen, Verspannungen lösen sich.

3. Haltung verbessern – die Wirbelsäule wird beweglicher, der Körper richtet sich auf.

4. Stabilität & Kraft – Bauch- und Rückenmuskeln arbeiten aktiv mit.

5. Innere Weite spüren – Klarheit, Leichtigkeit und ein Stück Freiheit entstehen.

Oft genügt schon eine kleine Seitbeuge, um zu merken: „Da geht wieder etwas auf. Ich kann wieder tief durchatmen.“

Asanas mit Seitdehnungen

Parighasana (Torhaltung) – dehnt die ganze Flanke und öffnet den Brustkorb.

Utthita Parsvakonasana (gestreckter seitlicher Winkel) – kräftigt Beine und Mitte, während die Seite weit wird.

Trikonasana (Dreieck) – verbindet Stabilität mit Weite.

Janu Shirshasana mit Seitbeuge – schenkt eine sanfte, meditative Öffnung.

Sanfte Seitneigungen im Sitz oder Stand – Arme nach oben strecken, leicht zur Seite neigen; ideal für zwischendurch oder als Einstieg in die Praxis.

Ausrichtungs-Impulse – leicht verständlich

Becken stabil halten: Achte darauf, dass du nicht nach vorne kippst, sondern dich wirklich seitlich öffnest.

Länge schaffen: Stell dir vor, du willst zwischen Rippen und Becken mehr Platz machen.

Herzraum anheben: Hebe den Brustkorb sanft nach oben, so dass die Atmung frei wird.

Beide Seiten aktiv: Während eine Seite sich dehnt, hält die andere stabil – so entsteht Balance.

Dein To-Do im Oktober

Schenke dir in diesem Monat immer wieder kleine Momente von Weite: Eine Seitbeuge am Morgen nach dem Aufstehen, zwischendurch am Schreibtisch oder bewusst auf deiner Matte. Spüre, wie dein Atem sich vertieft, dein Rücken leichter wird und Raum in dir entsteht.

Impuls: Frage dich nach einer Seitbeuge: Wo habe ich gerade Weite gespürt – und was macht diese Weite mit mir?

In allen Yogastunden im Oktober legen wir einen besonderen Fokus auf Seitbeugen. Komm vorbei, entdecke die Vielfalt dieser Haltungen und erlebe selbst, wie sie dir Freiheit, Leichtigkeit und neue Energie schenken.

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