Monatsinspiration September - Der Übergang zum Herbst in der TCM

Practice what you preach

 "Der Übergang vom Sommer zum Herbst – Die Reise vom Feuerelement zum
Metallelement in der TCM“
Der Wechsel von Sommer zu Herbst ist eine besondere Zeit, die nach der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) durch den Übergang vom Feuerelement zum Metallelement geprägt ist. (5 Elemente der TCM) Der Sommer steht für das Feuer – Lebensfreude, Wärme, Lebendigkeit und das Ausleben unserer Energien. Im Herbst hingegen zieht sich diese Energie langsam zurück, die Natur bereitet sich auf den Winter vor, und auch in uns beginnt der Prozess des Loslassens und der Besinnung.
Was dieser Übergang für uns bedeutet
In der TCM repräsentiert das Feuerelement das Herz und den Dünndarm. Es geht um die Kommunikation, unser Lachen und die Fähigkeit, uns mit anderen zu verbinden. Im Sommer fühlen wir uns oft leicht, offen und voller Leben. Doch wenn der Herbst naht, wandelt sich diese Energie. Das Metallelement, das den Herbst dominiert, steht für Klarheit, Ordnung und Struktur. Es ist die Zeit des Rückzugs, des Reflektierens und des Loslassens. Auf körperlicher Ebene werden die Lungen und der Dickdarm angesprochen. Die Lungen stehen für unseren Atem – unser Lebensthema – und der Dickdarm hilft uns, Altes auszuscheiden und Platz für Neues zu schaffen. Dieser Übergang lädt uns ein, innezuhalten und zu reflektieren: Was möchten wir
loslassen? Welche Strukturen möchten wir in unserem Leben festigen, um in den
kommenden Monaten mehr Klarheit und Ruhe zu finden? Wichtige Asanas für diesen Übergang und ihre Bedeutung
In unserer Praxis im September werden wir uns auf Asanas konzentrieren, die uns helfen, die Balance zwischen dem lebendigen Feuer des Sommers und der klaren, strukturierten Energie des Herbstes zu finden:
1. Virabhadrasana I & II (Krieger I & II): Diese kraftvollen Haltungen erinnern uns an die Energie und Stärke des Feuerelements, helfen uns aber gleichzeitig, uns zu zentrieren und unseren inneren Krieger für die bevorstehende Jahreszeit zu stärken. 2. Balasana (Kindeshaltung): Balasana lädt uns ein, in uns zu gehen, uns zu beruhigen
und den Fokus nach innen zu lenken – perfekt, um den Übergang von der äußeren
Aktivität des Sommers zur inneren Einkehr des Herbstes zu unterstützen.
3. Prasarita Padottanasana (Weit gegrätschte Vorwärtsbeuge): Diese Asana hilft uns, die Energie des Feuerelements sanft zu beruhigen und gleichzeitig die Lungen zu öffnen – eine wichtige Vorbereitung auf die Atemqualität des Metallelements.
4. Gomukhasana (Kuhgesicht): Diese Haltung hilft, die Schultern und den Brustkorb zu
öffnen, was die Atmung fördert und gleichzeitig Spannungen löst – besonders wertvoll in der Übergangszeit zum Metallelement, das die Lungen stärkt.
5. Nadi Shodhana (Wechselatmung): Diese Atemübung unterstützt die Reinigung des
Energiesystems und hilft, Klarheit zu schaffen, was dem Metallelement und dem Prozess des Loslassens entspricht. AbschlussgedankeIm September üben wir gemeinsam, diesen Übergang bewusst zu erleben: das strahlende Feuer des Sommers in uns zu ehren und gleichzeitig Raum für die Klarheit und Struktur des Herbstes zu schaffen. Dieser Wechsel lehrt uns, dass Loslassen genauso wichtig ist wie das Erschaffen – Eine Lektion, die wir sowohl auf der Matte als auch im Leben anwenden können.
Lass uns diesen Monat nutzen, um die Balance zwischen Feuer und Metall zu finden und gestärkt in die nächste Jahreszeit zu gehen. Bonusmaterial mit Fokus auf Pranayama, da das Element Metall im Zusammenhang
mit der Lunge steht.
Pranayama, die Kunst der bewussten Atemkontrolle im Yoga, kann sehr gut mit
ätherischen Ölen kombiniert werden, um die Wirkung der Atemübungen zu vertiefen. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) spielen ätherische Öle ebenfalls eine
Rolle, da sie durch ihre Düfte und heilenden Eigenschaften auf das Qi (Lebensenergie)
wirken und den Körper sowie den Geist ausbalancieren können.
Hier sind einige wichtige Informationen zur Verbindung von Pranayama mit ätherischen Ölen, insbesondere im Kontext von Yoga und TCM:
1. Die Verbindung von Pranayama und ätherischen Ölen
Vertiefung der Atemerfahrung: Ätherische Öle können helfen, die Atemwege zu öffnen, die Entspannung zu fördern und den Geist auf eine tiefere Ebene der Meditation zu führen. Durch das Einatmen bestimmter Düfte während des Pranayama können emotionale Blockaden gelöst und das Nervensystem beruhigt werden.
Förderung der Achtsamkeit: Der Duft von ätherischen Ölen bringt den Praktizierenden in den gegenwärtigen Moment und vertieft die Achtsamkeit. Dies kann besonders in
Atemübungen wie Nadi Shodhana (Wechselatmung) oder Ujjayi (siegreicher Atem)
hilfreich sein, um den Fokus zu verstärken.
2. Ätherische Öle in der TCM
In der TCM werden ätherische Öle nach ihren thermischen und energetischen
Eigenschaften sowie ihrem Einfluss auf bestimmte Meridiane und Organe ausgewählt.
Hier einige Beispiele:
- Lunge (Metallelement): Die Lungen sind in der TCM besonders im Herbst von
Bedeutung. Ätherische Öle wie Eukalyptus, Pfefferminze und Teebaumöl können den
Atem erleichtern, Schleim lösen und das Qi der Lunge stärken.
- Herz (Feuerelement): Öle wie Lavendel, Rose oder Ylang-Ylang beruhigen das Herz-Qi und fördern Entspannung und inneren Frieden. Diese Öle können während beruhigender Pranayama-Übungen wie Bhramari (Bienensummen) verwendet werden, um das Herz zu öffnen und Emotionen auszugleichen. - Milz und Magen (Erdelement): Für die Erdung und Stabilität sind Ingwer, Zimt und
Bergamotte hilfreich. Sie können unterstützend wirken, um die Energie in den unteren Teil
des Körpers zu lenken, was insbesondere nach stimulierenden Pranayama-Übungen wie
Kapalabhati wichtig ist.
3. Kombination von Yoga, Pranayama und ätherischen Ölen
Die Kombination von Pranayama und ätherischen Ölen bietet eine ganzheitliche Praxis,
die sowohl den physischen Körper als auch den energetischen Körper anspricht. Hier
einige Anwendungsbeispiele:
- Ujjayi-Pranayama und Lavendel: Ujjayi, der beruhigende, meditative Atem, kann mit
Lavendelöl kombiniert werden, um den Geist zu beruhigen und Stress abzubauen. Dies
eignet sich hervorragend für Abend-Yoga oder eine Meditation zur Entspannung.
- Kapalabhati und Eukalyptus: Die reinigende Atemübung Kapalabhati, die das Feuer im
Körper entfacht, kann durch die Verwendung von Eukalyptusöl unterstützt werden. Der
frische Duft hilft, die Atemwege zu öffnen und das Gefühl der Klarheit zu verstärken.
- Nadi Shodhana und Rosenöl: Die Wechselatmung, die den Energiefluss im Körper
harmonisiert, kann durch das sanfte Aroma von Rosenöl unterstützt werden. Rosenöl wirkt
ausgleichend auf die Emotionen und fördert ein Gefühl von innerer Harmonie.
4. Praktische Anwendung
Inhalation: Einige Tropfen des ätherischen Öls in die Handflächen geben, die Hände
aneinander reiben und tief einatmen. Dies kann vor oder während einer Pranayama-
Sitzung geschehen.
Diffuser: Ein Diffuser kann während der gesamten Yogapraxis oder speziell während
Pranayama verwendet werden, um den Raum mit den gewünschten Düften zu füllen.
Massage: Ätherische Öle, verdünnt mit einem Trägeröl, können auf bestimmte
Meridianpunkte aufgetragen werden, um die Wirkung der Atemübungen zu intensivieren
und den Energiefluss zu fördern.

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